Johannes Mühling - Targeting

Die Schnelllebigkeit des Internet stellt für Wissenschaftler ein enorme Herausforderung dar. Befasst man sich heute thematisch mit dem Internet und dessen Entwicklung, bleibt dem Theoretiker fast nichts anderes übrig, als das Medium selbst zu nutzen. Dies war nicht immer so. Vor allem weil der Wert der Printausgabe in der Wissenschaft ungemein höher wiegt, als der einer Online Publikation. Noch zu Beginn meines Studiums im Jahr 2003 wurde das Internet als mögliche Quelle für Hausarbeiten oder gar Magisterarbeiten völlig abgelehnt.
Heute stehe ich jedoch genau vor oben bestehender Problematik. Und zwar musste ich den letzten Wochen feststellen, dass das Thema Behavioural Targeting noch nicht in der Wissenschaft angekommen ist. Was ist da los? Die Werbebranche ist erstmals auf Sichtweite zu ihrer Zielgruppe und die Theorie schafft es nicht die aktuell stattfindende Revolution auf breiter Ebene zu reflektieren und zu kritisieren.
Vielleicht liegen ja in den Druckereien und Verlagen schon zahlreiche Bücher zum Thema bereit, die nur noch auf den Markt kommen müssen. Bevor dies jedoch geschieht, hat die Dynamik des Internet bereits dafür gesorgt, dass selbige Werke sofort wieder überarbeitet werden müssten.
Daher war ich umso überraschter, als ich das Buch TARGETING von Johannes Mühling entdeckte. Zum Einen, weil er mir damit eine Art Sicherheitsseil beim Beschreiten des noch nebeligen Tagetingberges reicht, zum Anderen weil er das Thema bereits vor einem Jahr sehr umfassend anging und damit regelrechte Grundlagenarbeit leistete. Als solche sollte man das Buch auch betrachten. So gewinnt der Leser einen guten Überblick über Behavioural Targeting, Zielgruppensegmentierung und Targetinganbieter auf dem deutschen Markt. Was mir in seiner Arbeit jedoch fehlt ist die nötige Datenschutzdebatte und die Betrachtung der Userseitigen Akzeptanz von Targetingmethoden.
Dennoch freue ich mich auch außerhalb des Internet und seinen oft genug Brancheninternen Veröffentlichungen, eine Arbeit gefunden zu haben, auf der ich mit meinen Überlegungen aufbauen kann.