Sony E-Book

Sony überholt rechtzeitig zur Leipziger Buchmesse seinen Konkurrenten Amazon und steigt mit seinem E-Book in den deutschen Markt ein. Wie man das am Besten anstellt konnte ich bereits vor einigen Wochen beobachten. So braucht man lediglich ein paar Promotoren, die es sich in den großstädtischen öffentlichen Nahverkehrsmitteln bequem machen und mit einem Lächeln im neuesten Elekronikschmöker versinken.
Im Vierer-Karree der S-Bahn Sitze konnte ich nämlich den Clash der Welten beobachten: Gutenberg vs. Sony, Analog vs. Digital, Blättern vs. Klicken. Und spätestens seit ich mein ZEIT Dossier auspackte, es in einem Anfall von Standhaftigkeit aufschlug, und meinen gefühlten 2 qm die umstehenden Pendler belustigte, musste ich mich geschlagen geben. 1 zu 0 fürs E-Book!
Dabei glaube ich nicht an eine vollständige Verdrängung des Buches oder der Zeitung durch das kleine, handliche Gerät. Im Ersten Augenblick könnte ich mir zwar gut vorstellen, all meine wissenschaftliche Literatur auf 255 Gramm herumzufedern. Aber dennoch genieße ich es viel zu sehr mich in der Bibliothek zwischen all meinen Büchern zu vergraben und vor allem parallel zu lesen!
Mit einer Tageszeitung sieht das jedoch ganz anders aus! Wenn die Verlage sich ein wenig öffnen, könnten sich mit Hilfe von E-Books vollkommen neue Geschäftsmodelle erschließen lassen. Ähnlich wie bei Handy-Verträgen könnte man zum Beispiel E-Books in Verbindung mit einem Abonnement anbieten, dessen tageszeitlicher Inhalt sich über W-Lan ständig aktualisieren lässt. So könnte man professionelle, redaktionelle Inhalte in einer digitalen Welt monetarisieren.
Ich bin gespannt, wie das Sony E-Book einschlägt und vor allem wie Amazon mit seinem Kindl darauf reagiert. Es dürfte eine interessante Zeit für Printmedien werden.