Pedigree Ad
by TBWA Toronto.
by TBWA Toronto.
Die Haltbarkeitszeit von Außenwerbung in Berlin Friedrichshain ist bekanntlich nicht gerade sehr hoch. Wer Plakat-Flächen anmietet muss sich daher vorher im Klaren sein, dass er es hier mit einer großen Konkurrenz von Aktivisten zu tun hat, welche jede erdenkliche Fläche nutzen um für Partys zu werben, zu Demonstrationen aufzurufen, Streetart auszustellen oder gar im großen Stil Ad-Busting zu betreiben. Read the rest of this entry »
Nach all den theoretischen Abhandlungen über Werbung wird es nun Zeit für mich ein wenig Praxisluft zu schnuppern. Nach meinen Magisterprüfungen im Juli plane ich daher für das zweite Halbjahr ein Praktikum in einer Werbe-Agentur. Mein Ziel ist mein theoretisches Wissen anwenden zu können und darüber hinaus alltägliche Zusammenhänge der Agentur-Arbeit kennenzulernen.
Zunächst freue ich mich jedoch auf den Werbekongress 2009, für den ich heute meine Zusage bekommen habe. Ich bin gespannt in welche Richtung das zu bearbeitende Projekt geht und natürlich auf die anderen Teilnehmer. Schließlich dürften alle ein großes Interesse an Werbung und dessen Umsetzung haben. Hoffentlich gibt es genügend Freiraum für frische Ideen und Ansätze. Ich werde es Euch wissen lassen.

Das Magazin De:Bug beschäftigt sich gerade sehr ausführlich mit dem Thema Werbung und in welcher Weise Werbung gerade dabei ist sich zu verändern. Im Grunde laufen die Artikel darauf hinaus, dass Werbung nicht mehr die große Masse ansprechen soll, sondern persönlicher wird. Da ich mich jedoch gerade mit Statistik Lehrbüchern, Chi-Quadrat Tests und Kreuztabellen herum prügeln muss, wird eine tiefere Auseinandersetzung mit den einzelnen Artikeln noch ein wenig warten müssen. Wer jedoch schon einmal ein Auge darauf werfen will klickt einfach hierher!
Seit gestern Abend ist endlich die Befragung für den empirischen Teil meiner Magisterarbeit Online. Da man so etwas ja nicht jeden Tag macht, war der heutige Tag schon ein wenig aufregend für mich. Um so schöner war es daher zu sehen, wie sich die Teilnehmerzahl im Tagesverlauf immer weiter erhöhte. In nur 24 Stunden konnte ich bereits mehr als 100 abgeschlossene Befragungen generieren. Vielen Dank an alle, die mich hier unterstützt haben.
Wer noch nicht teilgenommen hat, dies aber gern möchte, kann dies >>HIER<< tun.
In der zweiten Welle werde ich verschiedenste Blogs und Online-Magazine mit der Bitte um Veröffentlichung anschreiben. Ich bin gespannt, wie das Feedback von deren Seite aussieht.
Werbung gehört für die meisten Menschen heute zum selbstverständlichen Gefühl bei der Bewegung im öffentlichen Raum. Logos, Plakate, Videowerbung. Unzählige Eindrücke wirken nahezu an jedem urbanen Ort auf den Einzelnen ein. Dabei haben sich die meisten an ganz bestimmte Standards gewöhnt, welche sofort signalisieren: WERBUNG! Dazu gehört zum Beispiel das Logo, der Slogan oder die Copy. Meistens spielen diese Elemente mit einer entsprechenden Bildsprache, welche das Werbeziel unterstützen und vor allem Aufmerksamkeit erregen soll. Gerade diese Aufmerksamkeits-Generierung leidet jedoch unter der Vielzahl an vereinheitlichten und immer wieder gleich funktionierenden Mustern. Da bleibt kaum ein Blick länger haften.
Was passiert, wenn die üblichen Erkennungsmerkmale von Werbung ausbleiben, sieht man gerade auf der Berliner U-Bahn Linie U8. Unter dem Motto “Glück Gehabt” präsentiert die NGBK Berlin zwischen U-Voltastr. und U-Weinmeisterstr. eine Ausstellung mit 43 Künstler(innen), welche genau die Flächen für ihre Arbeiten nutzen, welche sonst bezahlten Botschaften vorbehalten sind.
So wird der U-Bahnhof zur Galerie und die Wartezeit wird zum kleinen Rundgang genutzt. Das Interessante an der Aktion ist, dass die Ausstellung ähnliche Elemente wie normale Werbung besitzt. So könnte man das Motto Glück Gehabt zum Beispiel auch als Slogan interpretieren. Bei vielen Plakaten entsteht erst so der eigentliche Sinnzusammenhang. Umso eindringlicher funktioniert er aber dafür. Dadurch, dass der Rezipient zunächst nicht mit den üblichen Werbestandards konfrontiert wird, entsteht eine Art befreiende Aufmerksamkeit. Man interpretiert für sich selbst, was man da vor sich sieht. Erst in zweiter Instanz folgt dann der Slogan, welcher sich dafür um so mehr einprägt.
Mir fällt auf, dass mir auch schon beim BBC Mikrofon am Hauptbahnhof eine solche zweite Ebene der Markenkommunikation gefallen hätte. Für mich wäre dies eine intelligenter Weg, welcher dem Rezipienten mehr Freiheiten gibt, dadurch Aufmerksamkeit generiert und in zweiter Ebene einen AHA Effekt auslöst der haften bleibt. Das kann man dann ja “Second Level” Marketing nennen, oder so.
Der Spruch vom Foto ist im übrigen von Karl Heinz Jeron, einem Berliner Künstler und Teilnehmer der Aktion.
Da hat sich die BBC aber mal was schickes ausgedacht um in der werbedurchfluteten Berliner Innenstadt noch aufzufallen. So “durchbricht” seit einer Woche ein Riesenmikrofon die Zwischenetage des Berliner Hauptbahnhofes. Würde man nicht sofort das BBC World News Logo erkennen, könnte die Aktion glatt als Installation im öffentlichen Raum durchgehen. Vielleicht wäre der Branding Effekt sogar noch intensiver, wenn man erst in zweiter Instanz erfahren würde, wer der Urheber der Aktion ist. So könnte man die Marke zum Beispiel erst durch den Bluetooth Spot, den man vor Ort auf sein Mobilgerät laden kann, kommunizieren. Der dadurch entstehende Überraschungseffekt bliebe auf jeden Fall langfristig hängen.
Da mein Handy jedoch noch zur alten Schule gehört, erreichte mich nach Bluetooth Eingangsnachricht nur eine Fehlermeldung. Trotzdem finde ich die Aktion sehr gelungen. Sie sticht aus dem üblichen Plakatwahnsinn in den Innenstädten hinaus und zeigt, dass Werbung im urbanen Umfeld auch außerhalb der etablierten Formate funktioniert. Vielleicht sogar viel besser.