Zoobus
“The Wildest Place in Town” heißt die neue Kampagne für den Zoo in Kopenhagen. Via.
Wer in den letzten Tagen in Berlin Mitte am WoodWood Store vorbei gekommen ist und einen Blick ins Schaufenster geworfen hat, dürfte vielleicht die Aufreihung von Nike Schuhen bemerkt haben. Doch Moment! Sind das da wirklich Nike Schuhe?
Unsere Welt ist geprägt von Marken und deren visuellen Ausdrücken in Form von Logos. Tagtäglich brennen sich die tausende Varianten der sichtbaren Markenpersönlichkeit in unsere Köpfe. Sie bewirken dass wir uns schnell orientieren können, dass wir Unternehmen wiedererkennen und vor allem dass wir dem was wir sehen vertrauen.
Dieses Vertrauen wurde bei meinem Schaufenster-Blick durch irgend etwas gestört. Die Schuhe sahen nicht aus wie echte Nike Schuhe. Vor allem das Swoosh-Logo entsprach nicht meiner Nike Marken-Sozialisation. Irgendwie war es mir zu rund. Sofort setzte ein Misstrauen bei mir ein und hätte ich die Schuhe auf einem Flomarkt entdeckt, hätte ich sie sicher für Fälschungen gehalten. Aber dies war kein Flomarkt. Ich stand mitten im renommierten WoodWood Store.
Die vor mir stehenden Schuhe waren die Wiederauflage der Original Nike Waffle Racer und Teil der Nike Vintage Serie. Das Swoosh-Logo ist daher eine frühere grafische Version.
Diese Situation hat mir mal wieder gezeigt, wie sehr wir durch Marken geprägt sind und wie schnell wir Irritationen in unseren Markenbildern wahrnehmen und kritisch hinterfragen. Bei einer so starken Marke wie Nike sogar innerhalb eines Schaufensterblicks.
London. Bei meinem Besuch von vor zwei Wochen war ich neben vielen anderen Dingen auch auf die lokale Presselandschaft gespannt. Vor allem der Guardian wird ja immer wieder als eine der modernsten Zeitungen beschrieben und dient auch deutschen Zeitungsformaten als Vorbild. Dabei geht es hauptsächlich um die Anpassungsfähigkeit der Zeitungen an aktuelle Entwicklungstendenzen. Read the rest of this entry »
Da kann sich McDonald´s mit seiner aktuellen “Wir wissen was Du willst” Frühstücks-Kampagne noch so sehr bemühen. Die virale Wirkung (bald 1 Mio. Views) des Videos von Pharrell (Nerd, Neptunes), der vor seinem Anschlussflug in Paris noch schnell einen BigMac essen möchte, schlägt ein. Sie zeigt einmal mehr die klassische Diskrepanz zwischen Werbung und Realität. Ich bin gespannt, ob und wie McDonalds darauf reagiert.
Ein positives Beispiel wie man mit negativen viralen Netzwerk-Effekten umgehen kann, zeigte vor einiger Zeit der Spielehersteller EA Games, der auf einen Fehler in seinem Spiel Tiger Woods PGA Tour mit sehr viel Humor reagierte.
Original
Reaktion EA Sport
Der Berliner Hauptbahnhof stellt sich immer wieder als Experimentierfeld für alternative Werbe-Blickfänger dar. Diesmal war es die Deutsche Bahn selbst, welche in der letzten Woche mit Hilfe eines Echt-Testimonials die Aufmerksamkeit auf ihre City-Night-Line Kampagne zog.
Dennis Lisk formerly known as Denyo von der Hamburger Band Absolute Beginner bringt demnächst seine neue Solo-Platte Schnitzeljagd heraus. Dabei verknüpft die Promo-Kampagne die Gast-Künstler des neuen Albums auf intelligente Weise über die Plattform MySpace. Ziel ist die Kommunikation des bürgerlichen Namens von Denyo. Durch kleine Videobeiträge im Corporate Rahmen wird der Besucher wie bei einer Schnitzeljagd von einem Künstler-Profil zum nächsten geleitet, wo er von den Gastkünstlern des Albums(Jan Delay, Sammy Deluxe, Max Herre etc.) jeweils einen Buchstaben der früheren Identität von Dennis Lisk erfährt.
Für mich eine sehr gelungene Idee, verbindet sie doch den Namen des Albums mit der Umsetzung der Kampagne, kommuniziert die frühere und jetzige Identität des Künstlers, schafft gleichzeitig Aufmerksamkeit für die Gäste-Künstler und deren MySpace-Profile und streut auf verschiedenste andere Seiten aus. Ich bin gespannt auf das Album. Einen Vorgeschmack gibt es oben.

Das Magazin De:Bug beschäftigt sich gerade sehr ausführlich mit dem Thema Werbung und in welcher Weise Werbung gerade dabei ist sich zu verändern. Im Grunde laufen die Artikel darauf hinaus, dass Werbung nicht mehr die große Masse ansprechen soll, sondern persönlicher wird. Da ich mich jedoch gerade mit Statistik Lehrbüchern, Chi-Quadrat Tests und Kreuztabellen herum prügeln muss, wird eine tiefere Auseinandersetzung mit den einzelnen Artikeln noch ein wenig warten müssen. Wer jedoch schon einmal ein Auge darauf werfen will klickt einfach hierher!

Sony überholt rechtzeitig zur Leipziger Buchmesse seinen Konkurrenten Amazon und steigt mit seinem E-Book in den deutschen Markt ein. Wie man das am Besten anstellt konnte ich bereits vor einigen Wochen beobachten. So braucht man lediglich ein paar Promotoren, die es sich in den großstädtischen öffentlichen Nahverkehrsmitteln bequem machen und mit einem Lächeln im neuesten Elekronikschmöker versinken.
Im Vierer-Karree der S-Bahn Sitze konnte ich nämlich den Clash der Welten beobachten: Gutenberg vs. Sony, Analog vs. Digital, Blättern vs. Klicken. Und spätestens seit ich mein ZEIT Dossier auspackte, es in einem Anfall von Standhaftigkeit aufschlug, und meinen gefühlten 2 qm die umstehenden Pendler belustigte, musste ich mich geschlagen geben. 1 zu 0 fürs E-Book!
Dabei glaube ich nicht an eine vollständige Verdrängung des Buches oder der Zeitung durch das kleine, handliche Gerät. Im Ersten Augenblick könnte ich mir zwar gut vorstellen, all meine wissenschaftliche Literatur auf 255 Gramm herumzufedern. Aber dennoch genieße ich es viel zu sehr mich in der Bibliothek zwischen all meinen Büchern zu vergraben und vor allem parallel zu lesen!
Mit einer Tageszeitung sieht das jedoch ganz anders aus! Wenn die Verlage sich ein wenig öffnen, könnten sich mit Hilfe von E-Books vollkommen neue Geschäftsmodelle erschließen lassen. Ähnlich wie bei Handy-Verträgen könnte man zum Beispiel E-Books in Verbindung mit einem Abonnement anbieten, dessen tageszeitlicher Inhalt sich über W-Lan ständig aktualisieren lässt. So könnte man professionelle, redaktionelle Inhalte in einer digitalen Welt monetarisieren.
Ich bin gespannt, wie das Sony E-Book einschlägt und vor allem wie Amazon mit seinem Kindl darauf reagiert. Es dürfte eine interessante Zeit für Printmedien werden.
Super-Bowl? Die Begeisterung für diese amerikanische Sportart hält sich in Europa ja eher in Grenzen. Was dagegen sehr interessant ist, ist welche Werbespots zwischen den einzelnen Teilen des Spiel laufen. Eine Übersicht zu den gestrigen Spots gibt es bei Advertising Age. Spannend finde ich die Miller High Life Kampagne, welche aus jeweils 1-sekündigen Spots besteht. Wenn diese immer zwischen den normalen 30-Sekündern geschaltet wurden, hat Miller damit die gesamte Super-Bowl Werbung gerahmt. Via.