October 16th, 2008
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Je mehr ich mich in den letzten Tagen mit Behavioural Targeting auseinandergesetzt habe, desto spannender finde ich das Thema. Auf der einen Seite knüpft Behavioural Targeting durch die Rückkanalfähigkeit des Internets an die Wunschträume der Werbetreibenden an, nämlich einer Punktlandung bei der Auslieferung von Werbung an die richtige Zielgruppe. Auf der anderen Seite hat Behavioural Targeting ein gewaltiges Problem, welches vor allem durch die öffentliche Meinung bestimmt wird. Die Verwendung von Targeting Maßnahmen ist nämlich von der Akzeptanz der User abhängig, persönliche Klickdaten von dritten Parteien speichern zu lassen. Und genau damit fängt das Problem an.
Die öffentliche Meinung zum Thema Datensicherheit im Internet ist nämlich nicht gerade positiv. Laut einer Studie des Allensbacher Institus für Demoskopie haben 50% der Befragten Angst, dass ihre Daten im Internet missbraucht werden. Kombiniert man dies noch mit der allgemeinen Abneigung gegenüber von Werbung (61% der Befragten der Allensbach Studie befürchten, dass Unternehmen die Daten nutzen, um ihnen Werbung zuzusenden), stellt sich das Problem, welches mit Behavioural Targeting einher geht dar: Misstrauen.
Zwar kämpft die deutsche Königsrunde des Behavioural Targeting für mehr Transparenz, unabhängige Kontrolle und die Einführung von anerkannten Gütesiegeln, doch belegt die Xamit eindrucksvoll, wie Websitebetreiber bis hin zu Bundesministerien, bei der Umsetzung einer transparenten Datenpolitik versagen. Studie 1 // Studie 2
Behavioural Targeting gerät dadurch, wie auch durch Datenschutzskandale wie jüngst bei der Telekom, in Bedrängnis. Setzt sich nämlich ein allgemeineres Bewusstsein gegenüber der dahinter stehenden Technik durch, verliert Behavioural Targeting, für die Werbetreibenden und damit für die gesamte Online Wirtschaft an Relevanz. Schließlich ist der User vom Blocken und Löschen seiner Cookies, genauso weit entfernt, wie von der nächsten Homepage. Nämlich nur einen Klick.
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